Anlässlich der traditionellen Baumpflanzung ob der urkundlichen
Ersterwähnung von »Frohne« gewährte Pfarrer Jung dem Heimatblatt
freundlicherweise ein Interview:
Herr Pfarrer, Sie waren vor 20 Jahren als Pfarrer der Kirchgemeinde
Niederfrohna tätig. Im Sommer 1989 trafen sich Bürger zu einer
Umweltbürgerinitiative, darunter waren auch Sie?
Pfarrer Jung: Daran kann ich mich leider nicht mehr
erinnern. Meine Erinnerungen setzen erst ab November 1989 ein, aber auch nur
deshalb, weil ich vor einiger Zeit eine Art Kalender anlegte. Ich hatte selbst
keine ausführlichen Aufzeichnungen, nur Stichworte und einzelne Zettel.
Sie öffneten damals die Johannis-Kirche für Friedensgebete. Warum machten
Sie das?
Pfarrer Jung: Wie jeder normale Mensch war ich eigentlich
voll ausgelastet mit der tagtäglichen Arbeit. Aber im Fernsehen sah man ja,
dass sich in der ganzen DDR etwas tat. Außerdem fuhren Leute aus dem Dorf zur
Demo nach Limbach. Wir meinten, das sollte nicht an Niederfrohna vorbeigehen. So
reagierte ich auf die erste Anfrage positiv.